
Was ist
Psychiatrie
Psychiatrie
ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich
mit den Geisteskrankheiten befasst. Dazu
gehören gewisse Formen von Depressionen, die Manie und
die Schizophrenie.
Was ist
Psychotherapie ?
Wörtlich
übersetzt heisst Psychotherapie:
"Behandlung der Seele". Dies
geschieht vorwiegend im gemeinsamen,
fachlich geleiteten Gespräch (sich
aussprechen, gemeinsames Betrachten und
Verarbeiten von Problemen, Hinterfragen
von störenden Verhaltensweisen und
Anleitung zu deren Korrektur).
Die Dauer
einer psychotherapeutischen Behandlung
ist unterschiedlich lang und erstreckt
sich von einer einmaligen Beratung bis zu
mehreren Jahren. Die Therapiefrequenz
bewegt sich in der Regel zwischen zwei
Stunden pro Woche und einer Stunde alle
zwei Wochen.
Bei
welchen Beschwerden ist Psychotherapie
angezeigt?
Psychotherapie
leistet wissenschaftlich begründete und
erprobte Hilfen bei Störungen des
Fühlens, Erlebens und des Verhaltens.
Dazu zählen u.a. Ängste, Depressionen,
Essstörungen, Süchte, Zwänge,
Lebensunzufriedenheit etc. Diese Probleme
können lebensgeschichtliche Wurzeln
haben, aber auch Folgen von aktuellen
Belastungen sein (u.a. Eheprobleme,
Probleme am Arbeitsplatz z.B. Mobbing,
Arbeitslosigkeit, sexuelle Gewalt).
Psychotherapie wird auch bei sogenannten
psychosomatischen Störungen angewandt:
die Psychosomatik befasst sich mit der
Behandlung von körperlichen
Erkrankungen, von denen angenommen wird,
dass seelische Faktoren bei deren
Verursachung und Aufrechterhaltung eine
entscheidende Rolle spielen (etwa
unerklärliche hartnäckige Schmerzen,
gewisse Arten von Rheumaerkrankungen,
gewisse Kreislaufbeschwerden,
Magen-Darm-Probleme etc.).
Psychotherapeutische Behandlungsmethoden
werden auch begleitend zu medizinischen
Therapien angewandt (z.B. bei
Hirnverletzungen, bei chronischen
Erkrankungen, bei körperlich beding-ten
chronischen Schmerzen , bei
Herz-Kreislauferkrankungen oder zur
Unterstützung bei Krebsbehandlungen).
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Wer / was ist
ein/e PsychiaterIn ?
Dies sind
Ärztinnen/Ärzte, die zusätzlich zu
ihrem medizinischen Grundberuf eine
psychiatrische und psychotherapeutische
Zusatzausbildung abgeschlossen haben zur
Fachärztin/Facharzt für seelische
Erkrankungen oder Störungen.
PsychiaterInnen haben Medizin studiert
und nach dem medizinischen Staatsexamen
in medizinischen Einrichtungen eine
theoretisch und praktisch orientierte
Facharztausbildung zur Psychiaterin bzw.
zum Psychiater und zur
Psychotherapeutin bzw. zum
Psychotherapeuten (Psychiatrie und
Psychotherapie FMH) absolviert.
Dazu kommt eine langjährige und mehrere
hundert Stunden umfassende
Selbsterfahrung. Im Gegensatz zu
Psychologinnen und Psychologen, die keine
umfassenden allgemeinmedizinische
Kenntnisse haben, betreuen
PsychiaterInnen neben sogenannten
Lebensproblemen auch Geisteskrankheiten
wie z.B. Schizophrenie und können, wenn
angezeigt, auch Medikamente
verschreiben.
PsychotherapeutInnen
hören den PatientInnen anders zu als
eine Freundin oder ein Freund. Aufgrund
der therapeutischen Ausbildung haben sie
gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen
bzw. zwischen den Worten zu hören.
Deshalb können sie den Patienten
beispielsweise Unbekanntes, Unbeachtetes,
nicht als wichtig Erscheinendes, nicht
Wahr-haben-wollendes aufzeigen und
Unverstandenes sinnvoll zusammensetzen.
Eine
Psychiaterin bzw. einen Psychiater
können Sie bei Beschwerden jederzeit
direkt konsultieren; Sie brauchen dazu
nur dann eine Überweisung durch Ihren
Hausarzt, wenn Sie bei Ihrer Krankenkasse
in einem sogenannten
Hausarztmodell (zum
Prämiensparen) versichert sind. Wie bei
anderen Behandlungen bei anderen Ärzten
müssen Krankenkassen auch für
psychotherapeutische Behandlungen bei
PsychiaterInnen aufkommen.
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Was ist ein
Notfall / Vorgehen ?
Ein
Psychiatrischer Notfall stellt sich dann
ein,
- wenn
- unabhängig von der Ursache -
jemand seelisch aus eigener Kraft
nicht mehr weiter weiss,
- jemand
von Selbstmordgedanken gequält
wird und nicht mehr ausweichen
kann,
- wenn
Angehörige mit einem schwer
depressiven oder schizophrenen
Familienmitglied nicht mehr klar
kommen,
- wenn
die Polizei einen völlig
verwirrten Menschen aufgreift,
- wenn
durch ein aussergewöhnliches
Ereignis (Unfall, Verbrechen
gegen Leib und Leben) eine
betroffene Person psychisch
übermässig belastet wird (akut
oder später),
- wenn
durch Alkohol- oder
Drogenmissbrauch sich akut eine
psychische Krise anbahnt.
In
solchen Fällen ist in Winterthur zuerst
der behandelnde (Haus)Arzt zuständig und
falls dieser nicht erreicht werden kann,
der Notfalldienst der Ärztegesellschaft
der Bezirke Winterthur und Andelfingen
unter der Telefon Nummer
052 203 00 00
In
schwierigen Fällen wird der behandelnde
oder der Notfallarzt eine/n
Fachärztin/Facharzt für Psychiatrie
beiziehen, die einen eigenen
Notfalldienst (nur für Ärzte und
Polizei) betreuen. NotfallpsychiaterInnen
können von der Bevölkerung aus
organisatorischen Gründen nicht direkt
aufgeboten werden.
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