Dr. med. Werner GerberFacharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie |
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Eheprobleme /
Lebensprobleme / Berufsprobleme
Nervenzusammenbruch Bei einem solchen Zusammenbruch entlädt sich ein oft sehr lange andauernder Spannungszustand plötzlich und heftig. Der seelische Aufruhr kann innert kurzer Zeit wieder abflauen, später erneut auftreten oder in eine psychische Krankheit übergehen. Wichtig ist, dass Menschen mit einem Nervenzusammenbruch nicht alleine gelassen werden, weil sie sich allein oft nicht mehr zu helfen wissen und gelegentlich auch zu Kurzschlusshandlungen (Selbstmordabsicht) neigen. Äusserungen von Selbstmordgedanken müssen immer sehr ernst genommen werden. Niemand droht einfach damit, es stecken hinter solchen Aussagen immer Hilferufe. Menschen mit solchen Äusserungen bringen sich nachweisbar häufig um oder versuchen dies zumindest. Da der
Nervenzusammenbruch in aller Regel nur
die Spitze des Eisberges ist, sollte mit
Hilfe einer Psychotherapie der Störung
auf den Grund gegangen werden. Selbstmordgefahr Militärprobleme Zur Beurteilung der Diensttauglichkeit gibt es sogenannte "Waffenplatzpsychiater". Dies sind keine "Militärköpfe", sondern Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, die sich in den oben erwähnten Problemen besonders gut auskennen. Sie wissen auch am besten, welche Lösungsmöglichkeiten bei den verschiedenen Problemen überhaupt bestehen. Dies hat den Vorteil, dass nur Vorschläge (sogenannte Anträge) an den Militärärztlichen Dienst gemacht werden, die von diesem auch befolgt werden können. Weil den Psychiatern generell gut "auf die Finger" geschaut wird, haben sogenannte Gelegenheitsgutachten keinerlei Chance. Wenn bei Ihnen
solche Probleme bestehen, scheuen Sie
sich nicht, einen Waffenplatzpsychiater
aufzusuchen. Aufgrund seiner Berufsethik
wird er Ihnen begegnen wie allen seinen
Patienten: Er wird Sie ohne Vorurteil
anhören, Sie zu verstehen versuchen und
eine Lösung anstreben, die für Sie und
für das Militär akzeptabel ist. Er wird
Ihnen jedoch kein Gutachten
"verkaufen", das ausser Kosten
für Sie nichts bewirkt, sondern in einem
solchen Fall ehrlich dazu stehen, dass es
nicht für jede Situation eine
wünschbare Lösung gibt. Depression Leider werden Depressionen immer noch häufig von der Umwelt nicht als Krankheit gesehen, sondern als Willensschwäche, Versagen, Mangel an Disziplin oder als seelischen Makel abgewertet. Dabei wird vergessen, dass Depressionen Krankheiten des ganzen Menschen sind. Sie verändern tiefgreifend den Stoffwechsel und andere wichtige Körperfunktionen, ebenso wie die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen den Mitmenschen gegenüber. Depression und Trauer sind nicht dasselbe, auch wenn sie sich (zumindest anfänglich) oft ähnlich auswirken. Die Depression ist keine Traurigkeit, keine persönliche Schwäche, kein Versagen und kein persönliches Unvermögen, sondern eine Krankheit, die den ganzen Körper betrifft. Sie ist die Unfähigkeit zu trauern, weinen ist oft unmöglich, der Hals wie zugeschnürt und man empfindet einen unsäglichen Druck auf der Brust. Man mag nicht getröstet werden und möchte sich am liebsten irgendwohin verkriechen. Depressionen erscheinen in den verschiedensten Gewändern. Gefühle der Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Nutzlosigkeit treten auf. Der Schwung fehlt, die Unternehmungslust und die Lebensfreude erlahmen. Man kommt am Morgen nicht in Fahrt und schafft es kaum aufzustehen. Depressionen können auch versteckt auftreten. Dann fühlt man sich körperlich krank, leidet etwa an Verdauungs- oder Kreislaufbeschwerden, an Schwindel, Kopfschmerzen, Rückenweh usw. Erst eine genauere Untersuchung, die keine körperliche Ursache zeigt, oder das fachärztliche Gespräch bringt es dann an den Tag, dass eine Depression dahintersteckt. Depressionen können verschiedene Ursachen haben. Sie können Folge von Schicksalsschlägen, belastenden Lebenserinnerungen oder auch einer Veranlagung sein. Sie können sich langsam über Jahre entwickeln oder fast über Nacht wie ein Naturereignis den Menschen überfallen. Depression ist eine Erkrankung des ganzen Körpers, die behandelt werden muss und auch erfolgreich behandelt werden kann. Wir wissen, dass in der Depression vorübergehende Veränderungen im Gehirnstoffwechsel auftreten. Dabei geraten diejenigen Botenstoffe (Verbindungsträger zwischen den einzelnen Nervenzellen) aus dem Gleichgewicht, die für unsere Gedanken, Gefühle, die Körperfunktionen und unser Handeln ausschlaggebend sind. Depressive Erkrankungen sind mit fachärztlichen Verfahren gut behandelbar - besonders wenn sie frühzeitig erkannt werden. Je nach deren Ursachen werden zur Milderung der Beschwerden auch Medikamente, sogenannte Antidepressiva verwendet. Zu deren Einsatz ist eine genaue Abklärung, Diagnose und Dosierung durch die behandelnden PsychiaterInnen notwendig, weil falsch angewandte oder falsch dosierte Medikamente mehr schaden als nützen können. Genau so wichtig ist aber auch das fachärztliche Gespräch zur Unterstützung und oft Neuorientierung des erkrankten Menschen bzw. eine intensive und oft länger dauernde Psychotherapie. Sehen Sie auch die sehr gut organisierten Seiten von http://www.depression.ch oder von http://www.depression.unizh.ch an! Angst &
Panik Die Panikstörung ist durch immer wieder plötzliches Auftreten schwerster Angst gekennzeichnet. Daraus ergibt sich schon bald eine Angst vor der Angst, also ein eigentlicher Teufelskreis. Die auftretenden körperlichen Missempfindungen wie z. B. Atemnot, Herzrasen, Zittern, Schwitzen und Hitzewallungen usw. sind der körperliche Ausdruck der Angst und wecken natürlich wiederum die Angst, krank zu sein und etwa an einem Herzversagen sterben zu müssen. Die Folge solcher Angstzustände ist meistens ein Ausweich- und Vermeidungsverhalten: Situationen, in denen die Panik auftritt, werden gemieden, so etwa grosse Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel, Kinos, Theater und andere Menschenansammlungen. Damit verschwinden die Angstanfälle meistens nicht, sondern sie breiten sich aus, bis die Betroffenen das Haus nicht mehr verlassen können. Angsterkrankungen sind weitverbreitete Störungen. Beinahe 20% aller Menschen haben schon einmal im Verlauf ihres Lebens während längerer Zeit unter Angst gelitten. Viele Betroffene sprechen aber aus Scham, Unsicherheit und Unwissen nicht oder nur "versteckt" über ihre Angstprobleme und kommen deshalb oft erst in Behandlung, wenn bereits vielfältige Komplikationen aufgetreten sind. Dabei können Angsterkrankungen durch PsychiaterInnen in der Regel gut behandelt werden, gerade wenn sie frühzeitig erkannt werden. Sehen Sie auch die sehr gut
organisierten Seiten von der Angst- und Panikhilfe
Schweiz
http://www.aphs.ch Zwänge Zwangsprobleme
sind an sich nicht isolierte psychische
Störungen, sondern meistens Ausdruck
einer tieferen Problematik.
Zwangsprobleme sind mit neueren
Psychotherapiemethoden gut behandelbar,
sofern damit nicht jahrelang zugewartet
wird. Oft ist aber mit einer reinen
Symptombehandlung nicht gedient, d.h. es
genügt oft nicht, nur die Zwangsprobleme
"weg zu bekommen" ohne sich
gleichzeitig auch mit den tiefer liegenden
Ursachen zu beschäftigen. Letztere
verlangen eine intensivere und
aufwendigere Therapie. Sehen Sie auch die
sehr gut organisierten Seiten von http://www.zwang.ch
an! Alterskrankheiten Der Psychiater bietet Abklärung
und Behandlung sowie Beratung (vor allem
auch der betreuenden Angehörigen und
Pflegepersonen). Viele Beschwerden lassen
sich ursächlich behandeln oder zumindest
lindern. Wichtig ist eine frühzeitige
ärztliche Abklärung. Durch eine gute
Betreuung und Unterstützung der
Angehörigen ist es heute möglich, auch
psychisch leidenden alten Menschen eine
angemessene Lebensqualität zu
bieten. Schizophrenie Die Schizophrenie gibt es eigentlich nicht. Man nimmt heute an, dass die vielen verschiedenen Zustandsbilder der Schizophrenie verschiedene psychische Krankheiten sind, die zwar alle eine gewisse Ähnlichkeit haben und auch mit ähnlichen Mitteln behandelt werden können. Zu den Symptomen (die Art wie sich die Krankheit ausdrückt) gehören:
Die Zustandsbilder der Schizophrenie variieren von völliger Zurückgezogenheit (verschrobene Sonderlingshaftigkeit) bis zum völligen VerRücktSein. Die Erfahrung zeigt, dass die Prognose (Verlaufsvorhersage) der Schizophrenie umso besser ist, je verrückter das akute Zustandsbild des Erkrankten ist. Schizophrene
Zustände sind mit Medikamenten (den
sogenannten Neuroleptika) besserbar und
Rückfälle können damit vermieden oder
zumindest reduziert werden. Patienten,
die ihre richtig verordneten Medikamente
regelmässig einnehmen und in
regelmässiger Behandlung bei einem
Psychiater oder einer Psychiaterin
stehen, haben gute Chancen, ein
einigermassen normales Leben zu führen.
Allerdings machen ihnen die
Nebenwirkungen der Medikamente
(Bewegungsstörungen, Müdigkeit) oft zu
schaffen. Es werden laufend neue
Neuroleptika entwickelt, die weniger
Nebenwirkungen bei gleicher oder besserer Wirksamkeit
haben. Psychosomatische
Erkrankungen Der Mensch ist nie nur körperlich oder nur psychisch krank, immer ist er als Ganzes betroffen. Das zeigt sich auch deutlich in den bildhaften Ausdrücken der Umgangssprache. Man kann etwas "nicht schlucken", es "liegt einem auf dem Magen", man hat "eine Wut im Bauch", man kann etwas "nicht verdauen" oder es "kommt einem die Galle hoch", es "bricht einem das Herz" und anderes mehr. Als psychosomatische Krankheiten im engeren Sinne gelten unter anderem Asthma, Magengeschwüre, Darmgeschwüre, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Ekzeme, aber auch Erkrankungen der Herzkranzgefässe und damit auch der Herzinfarkt. Daneben gibt es auch sogenannte funktionelle Körperstörungen, womit körperliche Beschwerden gemeint sind, die (noch) nicht auf körperlichen Veränderungen beruhen. Dazu sind zu zählen: Bauchweh, Muskelverspannungen und viele Formen von Schmerzen. Aus
obigen Angaben ergibt sich, dass
PsychotherapeutInnen gute Kenntnisse aus
der somatischen (körperlichen) Medizin
haben müssen. Am besten geeignet sind
darum ärztliche PsychotherapeutInnen,
also Psychiater und Psychiaterinnen. Essstörungen Pubertätsmagersucht: Dieses Krankheitsbild ist seit Jahrhunderten bekannt, hat aber in den letzten 20 Jahren in den westlichen Industrienationen deutlich zugenommen. Frauen sind zehnmal mehr betroffen als Männer. Es besteht ein Zusammenhang mit dem übertriebenen Schlankheitsideal unserer Kultur. Magersüchtige sind meistens sehr intelligent, übermässig sportlich aktiv und sie essen wenig, nehmen ständig ab und haben trotzdem das Körpergefühl, zu dick zu sein. Ohne therapeutisches Eingreifen würden sie sich buchstäblich zu Tode hungern und selbst dann verläuft die Krankheit noch häufig tödlich. Ess-Brechsucht: Wiederum sind viel häufiger Frauen als Männer betroffen. Junge Menschen erleben Phasen von Heisshunger, in denen sie alle erreichbaren Esswaren in sich hineinstopfen. Anschliessend suchen sie die Toilette auf, um alles wieder zu erbrechen. Oft weiss niemand ausser die betroffene Person von dem Leiden, das oft erst durch den Zahnarzt diagnostiziert wird, weil nämlich durch das ständige Erbrechen durch die Magensäure die Zähne massiv beschädigt werden. Übergewicht: Dafür werden von den Betroffenen häufig "Stoffwechselstörungen" geltend gemacht. Solche sind in der Tat aber eher selten. Übergewicht ist ein "Bilanzproblem": es werden mehr Kalorien zu sich genommen, als verbraucht werden. Eine wichtige Ausnahme ist allerdings das Übergewicht als Folge langdauernder Psychopharmakaeinnahme, die aus heute noch ungeklärten Gründen zur Gewichtszunahme führen kann. Starkes Übergewicht ist ansonst meistens die Folge von ungelösten seelischen Problemen. Oft müssen Betroffene Enttäuschungen und Unzufriedenheit, also seelische Entbehrungen, durch Essen ersetzen. Sie legen sich buchstäblich einen Panzer zu, um sich gegen Kränkungen und seelische Verletzungen zu schützen. Obwohl
Essstörungen das ganze Leben der
Betroffenen dominieren, suchen längst
nicht alle Leidenden eine
Psychotherapeutin oder einen
Psychotherapeuten auf. Anorexie und
Bulimie sind heimliche Süchte, die vor
anderen Menschen lange verborgen werden
können. Süchte Folgende Stoffgruppen können zu einer Abhängigkeit führen: Morphine, Barbiturate, Alkohol, Kokain, Cannabis, Amphetamine (Aufputschmittel), Halluzinogene (LSD), Schnüffelstoffe (Lösungsmittel); ausserdem Medikamente wie z.B. Tranquillizer (Beruhigungsmittel) und Schlafmittel. Es wird zwischen körperlicher und seelischer Abhängigkeit unterschieden; zur Abhängigkeit gehören Toleranzsteigerung (Dosiserhöhung) und körperliche Entzugserscheinungen beim Absetzen sowie ein gesteigertes Verlangen mit zentriertem Denken, das vorwiegend um die Droge kreist. Die Übergänge zwischen Missbrauch und Abhängigkeit sind fliessend. Zum Entstehen einer Abhängigkeit bedarf es einer persönlichen Disposition (Veranlagung), eines speziellen materiellen und sozialen Umfeldes und Milieuveränderungen als Auslöser von Krisen. Obwohl heute viel von der "Drogensucht" gesprochen wird und darunter der Missbrauch von Opiaten (vor allem Heroin), Kokain, LSD, Designerdrogen (Ecstasy) und Cannabis verstanden wird, darf nicht übersehen werden, dass die Alkoholabhängigkeit heute immer noch weitaus das grösste Suchtproblem mit den meisten Todesfällen und den höchsten Sozial- und Gesundheitskosten darstellt. Als weitere Abhängigkeiten gelten Rauchen, Spieldrang, übermässiges Essen, aber auch die sogenannte Arbeitssucht. Suchtbehandlungen
gehören zum Tätigkeitsfeld der ärztlichen
Psychotherapie, weil grundlegende
medizinische Kenntnisse zur Betreuung der
Betroffenen unabdingbar sind und sehr
häufig auch vorübergehend Medikamente
eingesetzt werden müssen. Oft muss einer
ambulanten Suchtbehandlung eine
stationäre Entwöhnung und Behandlung
vorangehen, die bei einer lang dauernden
Abhängigkeit mehrere Wochen bis Monate
dauert und meistens in Spezialkliniken
durchgeführt wird. Schlafprobleme / Regeln der Schlafhygiene zu beachten bei Schlafstörungen
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